Flüchtlinge in die Selbständigkeit

Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat jetzt eine Idee, wie Asylanten schneller in den deutschen Arbeitsmarkt integrieren werden könnten. Die Lösung heißt Selbständigkeit!

Jeder, der schon mal versucht hat, sich in Deutschland selbständig zu machen weiß, wie hoch die Hürden und Auflagen sind.

Und nun kamen in diesem und letzten Jahre mehr als 1,5 Millionen Asylanten, die ebenfalls auf unseren Arbeitsmarkt drängen.

Der Direktor des Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit (IZA), Klaus Zimmermann äußerte sich dazu folgendermaßen: „Die meisten Flüchtlinge haben keine Ausbildung, können kein Deutsch und haben kaum eine Chance. Wenn wir von einer Million Flüchtlingen ausgehen, kommen davon langfristig nicht mehr als rund 200.000 für den deutschen Arbeitsmarkt infrage.“

Die Bertelsmann Stiftung kam im August aufgrund einer Studie zu dem Ergebnis, dass Unternehmer aus dem Ausland ein Jobmotor für Deutschland seien. Von diesen ausländischen Unternehmern haben wir jetzt mehr als genug in Deutschland. Diese müssen dann nur noch eine entsprechende Finanzierung zur Selbständigkeit bekommen.

Die Förderbank in Nordrhein-Westfalen hat ihr Angebot von Mikrokrediten auch auf in Deutschland lebende anerkannte Flüchtlinge ausgedehnt. Eine weitere Möglichkeit ist der Gründungszuschuss der Arbeitsagentur.

Viele Migranten können weder lesen noch schreiben und sprechen nur Arabisch. Wir können also davon ausgehen, dass in Zukunft Restaurants, Catering-Services oder diverse andere Dienstleistungen aus dem Boden schießen werden. Das macht aber nichts. „Diese Wirtschaftsbereiche haben auch immer noch einen hohen Bedarf an Arbeitskräften“, so ein Sprecher der Bundesagentur für Arbeit.

Vielleicht sehen die deutschen Märkte demnächst aus wie ein arabischer Basar? Dort kann man zum Beispiel sehr gut die deutschen Mitbewerber verdrängen.

Das Bundeswirtschaftsministerium hat folgende Idee:

Damit sich etwas bewegt, muss einiges passieren. Ein erster Schritt könnte ein Pilotprojekt in Berlin und Brandenburg sein: Unternehmer sollen Flüchtlinge dort ab Anfang kommenden Jahres in ihren Betrieben hospitieren lassen, ihnen bei der eigenen Gründung helfen, ihnen als Nachfolger das Unternehmen überlassen oder gemeinsam eine neue Firma aufbauen. Innerhalb von zwei Jahren wolle man so mehrere Hundert Flüchtlinge erreichen […]. Andere Bundesländer hätten bereits Interesse bekundet. Es liefen auch Gespräche zwischen dem Ministerium, Landesbanken und der KfW, wie Flüchtlinge eine eigene Firma finanzieren könnten. Konkrete Pläne gebe es aber noch nicht. [weiter hier]

(ME)

 

Share This:

Bildquellen

  • : Infidel