Syrischer Friseur wollte Chefin den Kopf abschneiden

Am 31. August 2016 schrieb die Lausitzer Rundschau voller Stolz über die gute Integration vom Syrier Mohammad Hussain Rashwani (39), der eine Festanstellung in einem Friseursalon in Herzberg (Kreis Elbe-Elster) bekam. Seine Fähigkeiten hatten Ilona Fugmann, die Besitzerin des Salons, wohl überzeugt.

Sie wollte es bei Mohammad Hussain Rashwani erst einmal mit einem Praktikum versuchen. Ziel war aber die Festeinstellung. „Richtig gutes Personal im Friseurhandwerk zu finden, ist heute sehr schwer. Warum sollte ich ihm nicht eine Chance geben“, so Ilona Fugmann. (LR)

Damals berichtete die Lausitzer Rundschau:

Sie hat sofort erkannt, dass Mohammad Hussain sein Handwerk ausgezeichnet versteht. Und auch mit den beiden Kolleginnen im Salon in der Mönchstraße kommt er gut zurecht. „Es passt auch menschlich. Mohammad ist zwar ein stolzer Mensch, aber sehr zuvorkommend und umsichtig. Er hilft sogar beim Aufräumen“, sagt Ilona Fugmann. 

Was für ein Rückschlag für alle hoffnungsvollen Gutmenschen, dass ihr Vorzeigeschützling plötzlich ausrastete und seine Chefin töten wollte.

Heute berichtete die Lausitzer Rundschau folgendes:

Wie die Staatsanwaltschaft in Cottbus bestätigt, ging Mohammad H. etwa um 18.30 Uhr mit einem Messer auf seine Chefin los und verletzte diese im Halsbereich. Ein anderer Syrer (22) ging dazwischen und „verhinderte so Schlimmeres“, wie Oberstaatsanwalt Gernot Bantleon berichtet. Was Auslöser für den Angriff war, ist aus Sicht der Staatsanwaltschaft noch unklar. Die Ermittlungen laufen. 

Interessant finde ich bei der Berichterstattung, dass nun plötzlich die Namen gekürzt wurden. Wir lernen also – wenn wir für das System arbeiten, werden wir in den Himmel gelobt und können für uns und unser Unternehmen kostenlos Werbung machen. Werden wir allerdings aufgrund unserer Naivität Opfer der »neuen Deutschen«, sind wir den Medien nur eine kleine Schlagzeile wert.

Ich wünsche Ilona Fugmann jedenfalls auf diesem Wege gute Besserung (sie ist außer Lebensgefahr) und eine bessere Menschenkenntnis. Wie oft hören wir, dass man nicht alle Syrier »über einen Kamm scheren« soll. Für die Besitzerin des Friseursalons wäre das wohl besser gewesen. Mit einer deutschen Mitarbeiterin wäre ihr das wohl nicht passiert … (ME)

 

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Bildquellen

  • Friseur: Video