Asylanten stehlen 58 Waffen – Bewährung

Die SZ-Online berichtet:

Dieser Einbruch ist nicht die einzige Straftat, die den Angeklagten zur Last gelegt wird. Khaled A. war damals schon 20 und musste am Mittwochvormittag besonders lange zuhören, als Staatsanwältin Cornelia Kaufmann die Anklage verlas. Acht weitere Taten legen die Ermittler dem jungen Mann zur Last. Diebstahl, Beleidigung und Freiheitsberaubung gehören dazu. In seiner Unterkunft soll er unter anderem zwei Betreuer in einem Zimmer eingeschlossen haben. Erst als die Polizei ins Spiel kam, schloss A. die Tür wieder auf. Bei einer Kontrolle seines Wohnraums durch die Polizei wehrte sich der junge Mann mit Händen und Füßen gegen einen Beamten und bespuckte einen Polizisten. Einen Besucher einer Eisdisco schlug er mehrfach und drohte, ihn vor der Halle abzustechen. Sein Fall wurde von der Verhandlung abgetrennt, er muss in der kommenden Woche wieder vor Gericht erscheinen.

Das übrig gebliebene Trio hat den Überfall auf das Waffengeschäft gestanden. Die jungen Syrer bekamen Jugendstrafen zwischen sechs Monaten und einem Jahr. Besonders glimpflich kam Omar Y. davon. Weil er nur Schmiere stand, verurteilte ihn das Jugendschöffengericht zu einem halben Jahr. Abdel Al A. und Mustafa S. bekamen längere Strafen, weil sie auch wegen weiterer Taten angeklagt waren. Alle Urteile sind auf zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Das heißt, lassen sich die jungen Männer in dieser Zeit wieder etwas zuschulden kommen, müssen sie ihre Gefängnisstrafen absitzen. Außerdem bekamen sie mehrere Auflagen. Dazu gehören unter anderem je 100 Arbeitsstunden.

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